Kriminaltango #6

Ein Haus im Schwarzwald

Wikugel6e geplant, fuhren Lubé und Henry noch an diesem Nachmittag raus zur Gärtnerei. Lubé frohlockte. Die chromblinkende Suzuki stand wieder vor dem Tor. Vielleicht ergibt sich nun endlich eine Möglichkeit, mit dem Biker zu sprechen.

Doch das große Tor der Gärtnerei war abgeschlossen. Lubé und Henry schauten sich um. Irgendwo muss der geheimnisvolle Biker doch sein. Sie liefen langsam um das Areal. Die Umgebung der Gärtnerei war nicht sonderlich gepflegt, ein Weg führte vorbei in ein kleines verwildertes Wäldchen.

Der Waldweg war von schweren Maschinen aufgerissen und durch den Regen der vergangenen Tage aufgeweicht und schlammig. Während Henry forsch voran schritt, zog Lubé seine Hosenbeine nach oben und watete vorsichtig voran, immer Obacht gebend, ja keinen Schlamm an seine schönen Schuhe kommen zu lassen. Das war jedoch vergebliche Müh.

nacht0Im Dunkel des Wäldchens hörten beide auf einmal Geräusche. Also schlichen sie leise vorwärts. Es war kaum etwas zu erkennen. Ein großer, kräftiger Mann zog schwere Baumäste durch das Wäldchen und zerlegte einige mit schnellen Hieben einer scharfen Klinge. Seitlich an einem Baum lehnte ein Spaten und eine Axt.

Lubé und Henry hockten sich in ein Gebüsch und beobachteten aus ihrem Versteck sein Treiben. Das alles war verdächtig genug. Lubé informierte seine Leute in der Wache. Es dauerte auch nur wenige Minuten und die Verstärkung kam leise angeschlichen.

Der Zugriff ging schnell und professionell vonstatten. Der junge Kerl war zu polizeierstaunt, um irgendwie eine Gegenwehr entgegenzusetzen. So ließ er sich die Handschellen anlegen und trottete mit gesenkten Haupt schweigend zu den Polizeiwagen.

„Wo ist der Gärtnereichef?“ so Lubé. Der Mann zuckte mit den Schultern. „Sind sie hier ein Angestellter?“ Auch hier schwieg er beharrlich. „ Was haben sie im Wald gemacht?“ Keine Antwort.

„Wir müssen sie mitnehmen. Wahrscheinlich haben wir jetzt einen weiteren Mord aufzuklären. Die Gärtnerin ist möglicherweise ein Opfer und jetzt haben sie den Gärtnereichef auch noch auf dem Gewissen.“ Lubé wusste, das dass alles nur unhaltbare Behauptungen waren, aber so lockte er den Mann endlich aus der Reserve.

„Was? Morde. Ich doch nicht!“ sprudelte es aus ihm heraus. „Der Chef ist mit seiner Tochter, unserer Gärtnerin, für einige Tage in sein Haus im Schwarzwald gefahren. Jedes Jahr Anfang November fahren sie dorthin, um Weihnachten international – Genuss und Tradition vorzubereiten.“

In der Zwischenzeit hatte Lubé den nun sehr Gesprächigen zum Polizeiwagen gebracht und ihn hineinbeordert. Unbeirrt sprach dieser weiter. “Das ist unser Weihnachtsmarkt hier in der Gärtnerei mit Lichterfest, internationalen Essen und traditionellen Handwerk.“

Wir nähern uns der Lösung

Auch in dieser kleinen Episode ist ein Blog versteckt. In einem seiner kürzlich veröffentlichen Beiträge geht es vielleicht, für den ein oder anderen, um eine gute Idee für ein ausgefallenes Weihnachtsmenü.

Wir brauchen den 1. Buchstaben des „buchstabenkürzesten“ Landes weit im Westen, das sich rezeptemäßig dort vorstellt.

Eine weiterhin stimmungsvolle Weihnachtszeit wünschen die Blogspione.

Advertisements

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s