Mehrere Blogs: So machst du es richtig

4 auf einen Streich (Stylische rote Schrift auf hellem Untergrund)

Hast du auch so viele Ideen und Interessen, dass du gleich in mehreren Blogs darüber schreiben könntest?

Vor einiger Zeit meldete sich bei uns eine Bloggerin, die ihre Blogs bei Blogspione vorstellen möchte. Endlich ist es nun soweit. Nach langer Vorbereitung wollen wir heute Sabienes Blogs vorstellen.

Sabiene hat 4 Blogs. Wie man alle gleichzeitig unter einen Hut bringt, darüber haben wir sie in unserem Interview ausgefragt.

1 | Hallo. Danke, dass du dir für unsere Fragen etwas Zeit genommen hast. Mit mehreren Blogs gleichzeitig online, dass schafft nicht jeder. Stelle dich und deine Blogs bitte einmal kurz vor.

Ich heiße Sabiene und beschäftige mich neben der Bloggerei mit Webdesign.

Auf Sabienes TraumWelten geht es hauptsächlich um Bücher, Filme und Reisen, aber da dies eigentlich ein Mischblog ist, kommen auch andere Themen zu Wort wie WordPress, Bloggen und Weltgeschehen.

Screenshot vom Blog Frau Sabienes

Aktuelle Startseite vom Blog „Frau Sabienes“ (Februar 2018)

Der Blog Frau Sabienes ist aus den TraumWelten entstanden, weil ich die Frauenthemen ausgliedern wollte. Ich schreibe aber kaum über Mode oder Kosmetik, sondern habe mich auf andere Frauenthemen konzentriert, wie Wechseljahre, Frau in der Gesellschaft, Familie usw.

Auf MondYoga gibt es Yoga-Übungspläne, die sich nach den Mondzeichen richten (inspiriert von Büchern wie „Vom richtigen Zeitpunkt“ und das ist gar nicht so esoterisch, wie es auf den ersten Blick erscheint)

Sabienes TraumAlbum ist ein Fotoblog, der aus Zeitgründen im Moment leider brach liegt.

2 | Was war die Idee für deine Blogs und warum sind es mehrere Projekte?

Eigentlich ist das TraumAlbum dran schuld. Das war meine erste Internetseite aus reinstem HTML, die ich 2003 gebaut habe. Dann kam aus Spaß das Projekt MondYoga dazu. Und dann kam der erste Blog und dann habe ich alles auf WordPress umgestellt.

3 | Wann und wie hast du die Leidenschaft fürs Bloggen entdeckt?

Ich habe damals die Software Picasa benutzt und dort gab es einen Link, mit dem man seine Fotos auf einen eigenen Blogspot-Blog hat hochjagen können. Und schon war ich dabei.

4 |  Für deine Blogs bei WordPress nutzt du unterschiedliche Themes (Brittany Light, Sydney, Pinnacle Premium und Arouse)? Unter welchen Gesichtspunkten hast du diese Designs gewählt? Was unterscheidet sie und welches kannst du besonders empfehlen?

Ihr recherchiert aber gründlich! ;-)

Es ist ja so, dass man für einen Fotoblog eine andere Umgebung braucht, wie für einen „normalen“ Blog. Andererseits probiere ich gerne mal was Neues aus und manchmal suche ich für ein Kundenprojekt ein Theme und finde dabei eins, was mir für einen meiner Blogs gut gefällt.

Eine Empfehlung ist immer schwierig. Aber im Moment bin ich soweit, dass ich die meisten Premium Themes für Blogs ablehne, es sei denn, man braucht unbedingt einen Shop oder ein Portfolio oder irgendeinen anderen Kokolores. Ich habe auch festgestellt, dass die Free Versions mancher Themes sauberer gecodet sind, als dann die Premium Version. Ich meine, dass man für die meisten Blogs und für viele Webprojekte mit einem einfachen, sauberen, minimalistischem Theme gut beraten ist. Besonders wenn man wie ich noch gerne selbst Hand an die Gestaltung legen möchte.

5 |  Du hostest deine Blogs selbst. Welchen Hoster nutzt du und wie zufrieden bist du mit den Leistungen?

Ich habe einige Blogs bei Hetzner und andere bei All-Inkl und bin mit beiden zufrieden.

6 |  Wie oft bloggst du und wie lange arbeitest du an einem Artikel? Gehst du methodisch vor und planst du, was du demnächst schreiben willst?

Sreenshot vom Blog „Traumalbum“ Fotos zum Thema Farbenrauch rote und gelbe Blumen grüner Basilikum

Der Blog „Traumalbum“: „Farbrausch“ – ein Beitrag unter der Rubrik Fotosammlungen

Im Moment schreibe ich drei Artikel pro Woche. An einem anständigen Artikel kann man schon mal drei Stunden sitzen – mit allem Drum und Dran. Ich schreibe irrsinnig lange Listen mit möglichen Blogthemen und ich habe auch einen ganz kleinen, einfachen Redaktionsplan. Und den habe ich nur, um ihn nicht einzuhalten. *lach*

7 |  Die besten Ideen kommen meist an den ungewöhnlichsten Orten – wo lässt du dich für neue Blogbeiträge inspirieren?

Manchmal kommen die mir beim Zeitunglesen oder wenn ich mich mit anderen Leuten unterhalte. Manchmal schreibe ich mir Stichpunkte auf, z. B. von Büchern, die ich gelesen habe und irgendwann mal rezensieren möchte.

8 | Verrätst du uns ein Bloggeheimnis, z.B. der witzigste Artikel, der peinlichste Fehler, Artikel, der von den Lesern reichlich kommentiert wurde, Artikel, der gar nicht ankam?

Ich habe im letzten Jahr einmal auf Frau Sabienes eine Frage gestellt. Ich wollte von den Türkinnen oder Muslimas wissen, warum sie ein Kopftuch tragen. Es war wirklich nur als ganz neutrale Frage gemeint, wurde aber von den verschiedensten Gruppierungen mit Absicht falsch verstanden. Am coolsten waren noch die Muslimas selber. Sie tragen Kopftuch, weil sie das so wollen. Oder sie tragen keins. Fertig.

Aber mir haben die Diskussionen, die ich dazu auf Facebook erlebt habe, schon sehr zugesetzt.

9 |  „Putzt“ du Deine Blogs regelmäßig durch? (Aktualität, Links, Updates)

Ja. Aber Hallo! Ich habe gerade Sabienes TraumWelten umgemodelt – oder bin noch dabei  – , um diesem Blog eine veränderte Zielsetzung zu geben (weg vom Mischblog und so). Man sollte auch regelmäßig die Links prüfen, ob die verlinkten Seiten noch existieren – besonders bei den Kommentaren sammelt sich da ziemlich viel Müll an. Updates von Plugins, Themes und WordPress sind essentiell, damit das Ganze auch sicher läuft.

10 | Du bist auf den üblichen sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter, Instagram und Co. Wie wichtig ist das für dich und aus welchem Netzwerk schöpfst Du aktuell den meisten Traffic? Hat sich das im Laufe deiner Blog-Zeit verändert?

Im Moment generiere ich den meisten Traffic über Pinterest, obwohl ich das lange ignoriert habe. Früher brauchte man sich um die Socials gar nicht so viel kümmern. Die Besucher kamen „freiwillig“ auf den eigenen Blog, weil es ja noch nicht so viele gegeben hat.

Screenshot vom Blog Mondyoga Beitrag Yoga für Weinliebhaber, Foto Weinflaschen mit hölzernen Yogafigur

Yoga mit Humor – ein lustiger Blick in den Blog „Mondyoga“

11 |  Immer wieder interessant sind Blog-Zahlen. Wie entwickelten sich deine Blogs über die Jahre?

Frau Sabienes läuft fast von selbst, obwohl es mein jüngstes Projekt ist.

Und für MondYoga gibt es eine kleine, feine Fangemeinde, was mich sehr erstaunt und freut. Denn ohne diese Leser hätte ich dieses Projekt schon längst wieder aufgegeben.

Die TraumWelten haben mal einen Absturz erlebt und ich weiß nicht, wieso. Inzwischen läuft es hier aber auch wieder rund.

Beim TraumAlbum weiß ich es gar nicht. Wahrscheinlich habe ich da nicht mehr so viele Besucher.

12 | Was bedeuten für dich die Kommentare deiner Leser? Wie vernetzt du dich mit anderen Bloggern?

Ich freue mich über jeden Kommentar und versuche immer, möglichst zeitnah zu antworten und dem Blogger einen Gegenbesuch abzustatten – samt Kommentar. Im Grunde wird unter deutschen Bloggern nur sehr zögerlich kommentiert. Ich habe mir sagen lassen, dass es zum Beispiel auf russischen Blogs richtig rund geht.

Ich vernetze mich gerne mit anderen Bloggern, nehme an Blogaktionen teil und würde gerne mehr Gastartikel anbieten, bzw. aufnehmen. Einige Blogger kenne ich inzwischen auch privat, was eine wirklich schöne Sache ist.

13 | Das Jahr ist noch frisch: Was sind deine Blog-Pläne für 2018?

Ich will endlich mal meinen Redaktionsplan einhalten …

14 | Bist du selbst ein intensiver Blog-Leser? Welche Blogs würdest du weiter empfehlen?

Ja. Ich lese sehr gerne ausgewählte Artikel auf anderen Blogs und gebe alle zwei Wochen (im Wechsel mit einer anderen Bloggerin) auf den TraumWelten die Coolen Blogbeiträge heraus. Dort finden sich immer wieder haufenweise Blogempfehlungen.

15 |  Was kannst du Blog-Anfängern für einen Tipp mit auf den Weg geben?

Mit Bloggen wird man nicht reich oder schön oder berühmt. Man kann aber viel lernen, zum Beispiel über Technik, über Gestaltung, über das Schreiben, über recherchierte Themen und über sich selbst. Und das ist eigentlich der größte Verdienst, den man durch diese Arbeit/Hobby/Aufgabe/Knochenjob erreichen kann. Alles andere ist Quatsch mit Soße.

Jeder Blog ein Treffer

Ein Bloginterview auszuarbeiten und gleichzeitig 4 Blogs zu analysieren und auszuwerten – „ein harter Brocken“. Zumal diese Zeit unterbrochen wurde durch eine hustende und schniefende Erkältung und wir etwas pausieren mussten. Aber jetzt sind wir wieder fit.

Header vom Blog „Traumwelten“ Gartenzwerge im Dunkeln

Was steckt hinter den Gartenzwergen im Blog „TraumWelten“? Ist es ein Rätsel? Die Antwort findest du im Blog.

Schauen wir uns die 4 Blogs etwas genauer an.

Die Traumwelten:

  • Sabiene präsentiert in den Traumwelten Reise-, Urlaubs-, Buch- und Blogtipps und offenbart in ihrer sympathischen Art eigene Erlebnissen und persönliche Meinungen zu Tages- und Weltthemen.
  • Der Blog besteht seit Anfang 2009 und wurde mittlerweile mit über 2000 Beiträgen aufgefüllt.
  • Die Beiträge lesen sich flott. Kein Problem also für lange dunkle Winterabende.
  • WordPress Theme: Sydney

Frau Sabienes:

  • Fünf Jahre später wurden mit dem Blog Frau Sabienes spezielle Frauenthemen in einen extra Blog ausgegliedert. Hauptsächlich werden hier Themen zu Feminismus, Kosmetik, Mode und Lifestyle erörtert.
  • Entspannt und kurzweilig plaudert Frau für Frauen.
  • In Artikelserien wird auf spezielle Sachverhalte ausführlich eingegangen.
  • WordPress Theme: Brittany Light

Das TraumAlbum:

  • Und weil wir gerade beim Träumen sind: Dieser Blog träumt/pausiert gerade, ist aber damit nicht weniger gut.
  • Das TraumAlbum ist eine Einladung, um in starken und einmaligen Fotos zu schwelgen. Alle sehr gut gemacht mit einem Blick auf das Besondere. Wer sich mit eindrucks- und ausdrucksvoller Fotografie versteht, sie selbst praktiziert oder einfach nur wundervoll findet, ist auf den Seiten des TraumAlbums richtig.
  • empfehlenswert sind die Fotosammlungen und Erläuterungen zu Fotoaktionen zum Mitmachen
  • Kleine Lese- und Schmunzelstelle: Die Füße der New Yorker Freiheitsstatue.
  • WordPress Theme: Pinnacle Premium

Mondyoga:

  • Von Mondyoga haben wir zwar noch nie etwas gehört, aber lohnend ist dieser Blog allemal.
  • Mit fundiertem Wissen wird die Yoga-Theorie aufbereitet und einzelnen Übungen passend zum Mondkalender vorgestellt.
  • Faszinierend ist die Darstellung der Yogaübungen mittels einer hölzernen Gliederpuppe, die Künstler gern für ihre Studien benutzen.
  • WordPress Theme: Arouse

Für alle gilt:

  • Ein klein bischen Werbung gibt es auf den Seiten. Sie drängt sich aber nicht auf und bleibt wohltuend im Hintergrund.
  • Sympathisch ist in allen Fällen die persönliche Einleitung und die „About me“-Seiten. Lohnend immer auch die ersten Beiträge eines Blogs.
  • Alle 4 Blogs haben ein Impressum.
  • Es wird umfangreich verlinkt, teils als Blogroll (als Menüpunkt), in den „Coolen Blogbeiträgen“ und bei Bloggeraktionen.

Traumwelten und Traumalbum, Mondyoga sowie Frau Sabienes Blog für die Frau in den besten Jahren sind Blogs auf Erfolgspur und ein Gewinn für die Leser/innen. Die Themen sind interessant aufbereitet und machen neugierig auf mehr. Hier schauen wir ganz bestimmt oft vorbei. Ein großer Pluspunkt ist die umfangreiche Vernetzung mit anderen Bloggern.

Wir danken dir, Sabiene, für die aufschlussreichen Antworten auf unsere Fragen und die vielfältigen Einblicke in deine Blogs.

(Alle Fotos in diesem Beitrag sind übernommene Screenshots der 4 vorgestellten Blogs.)

Wir sind auch immer neugierig …

Wie findest du die Blogs von Sabiene? Hat dir das Interview gefallen? Deine Meinung interessiert uns sehr.

Und falls du deinen Blog auch bei uns ausführlich vorstellen möchtest, melde dich hier an. Wir freuen uns auf darauf.

Nun haben wir genug interviewt und viel inspiriert – jetzt bist du dran und kannst schnell „Hinüber-Stöbern“ zu Sabienes Blogs. Natürlich freuen wir uns auch, wenn du bei Blogspione wieder vorbeischaust.

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5 Gedanken zu „Mehrere Blogs: So machst du es richtig

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