DSGVO – Hilfe, ich habe keine Ahnung

Statue der Justizia mit Waage in der Hand Titel: DSGVO - Hilfe, ich habe keine Ahnung

Miniserie zur  DSGVO

Wäre es nicht toll, wenn wir den Computer starten und

  1. an keiner technischen Stellschraube werkeln,
  2. an wichtige Updates denken oder
  3. gesetzliche Neuerungen lesen müssten?

Ich könnte einfach meine Zeit nutzen und einfach mal so einen Blogpost schreiben.

Letztens, als das Internet nicht wollte

Krise bei Blogspione! Zahlreiche Webseiten bzw. Server wurden nicht gefunden.  Ich änderte tausende Einstellungen, scannte nach verdammten Viren und suchte mich durch Suchmaschinen (nein, nicht G…). Bis ein wissender Helfer am anderen Ende der „Telefonstrippe“ den rettenden Einfall hatte und die Internet-Störungsmeldungen checkte. Bingo. Hätte ich mal ein Buch gelesen.

Heute, als Twitter so einen kleinen Fehler meldete

Unbefangen unschuldig wurden den Usern mitgeteilt, dass ein Fehler alle Passwörter offengelegt hat. Es sei wohl auch nichts passiert, trotzdem und falls du es noch nicht mitbekommen hast: Ändere dein Passwort auf Twitter und jedem anderen Dienst, bei dem du das gleiche Passwort verwendest.

Nun: die neuen Bauchschmerzen

Die Dgrzvso, die Drzvlgo, die verdammt jetzt hab ichs DSGVO.

Fragen und Antworten zur DSGVO

  • Was ist das?

Die neue Datenschutz-Grundverordnung.

  • Warum neu?

Sie ersetzt die alte aus dem Jahr 1995.

  • Um was geht es (ganz, ganz kurz)?

Personengebundene Daten.

  • Was hat es mit dem 25. Mai 2018 auf sich?

Termin, an dem die DSGVO angewendet werden muss, sonst drohen Strafen. In Kraft ist sie seit Mai 2016.

  • Ist die DSGVO wichtig für mich?

Ja, denn sie hat Auswirkungen auf jeden, der personengebundene Daten verarbeitet.

  • Mache ich als Blogger nicht.

Irrtum. Gerade Blogger, die Werbung bzw. Affiliate-Links auf ihren Blogs haben, sind hier in der Pflicht. Aber auch jeder, der indirekt mit seinem Blog Geld verdient (z.B. Handarbeiten werden vorgestellt und verkauft).

  • Wie ist es, wenn ich zum Bloggen eine Plattform wie WordPress usw. nutze?

Diese Plattformen speichern Nutzerdaten! So werden z.B. die IP-Adressen von Kommentatoren erfasst.

  • Was muss ich als Blogger ändern?

Die Datenschutzerklärung muss angepasst, nicht wichtige Plug-Ins und Social-Media-Buttons sollten deaktiviert werden und eine Auftragsverarbeitungs-Vereinbarung mit dem Host-Provider muss abgeschlossen werden.

  • Was passiert, wenn ich nichts tue?

Die DSGVO-Kontrolleure können abmahnen und hohe Bußgelder verhängen. Befürchtet werden jedoch auch größere Abmahnwellen von bestimmten Anwälten, die darin ein lukratives Geschäft sehen. Dann gibt es Ärger und es wird teuer.

  • Was sollte ich machen?

Faktencheck und Anpassung der Website.

 

Bitte beachten: Die vorliegenden Tipps zur DSGVO resultieren aus eigener Sichtung des Gesetzestextes. Ich bin weder allgemein- noch datenschutzrechtlich ein Profi. Die Tipps zeigen meine eigene Herangehensweise an das Thema. Ich übernehme keine Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit.

Die Miniserie zur DSGVO geht weiter. In der nächsten Woche berichte ich, wie ich den Blogspione-Blog anpasse und DSGVOfit mache.

2. DSGVO – Ein Faktencheck
3. DSGVO – Jetzt wird es dringend
4. DSGVO – Blogspione abschalten oder alles halb so schlimm?

Liebe Mitblogger, alles schon erledigt oder wie bereitet ihr euch vor? Ich freue mich über jeden weiteren Tipp. Noch ist die Kommentarfunktion frei geschaltet.

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15 Gedanken zu „DSGVO – Hilfe, ich habe keine Ahnung

  1. Ich sehe das Ganze nicht so schwarz, denn diese EU-Datenschutzverordnung handelt weite Teile des alten deutschen Bundesdatenschutzgesetzes ab, zumindest nach meinem Wissensstand.
    Und zumindest bei private Blogs sollten mit eine einfache Erklärung was an Daten möglicherweise gespeichert wird von z.B. WordPress ausreichen.

    Gefällt 1 Person

    • Hallo Dieter,
      da hast du vollkommen recht. Ganz private Blogs haben da wohl auch keine bzw. wenige Probleme.

      Ein Impressum und eine Erklärung zum Datenschutz waren auch schon vorher im Blog einzubinden.

      Hinsichtlich Datenspeicherung hat WordPress zumindestens vor. seine Nutzer noch vor besagten Termin zu informieren.

      Schönen Feiertag morgen.

      Gefällt 2 Personen

  2. Ist wieder sehr interessant was du hier dazu schreibst ….und sooo traurig, dass inzwischen so viele doch ihre Blogs löschen, anstatt einfach erst einmal abzuwarten was kommt. :-(
    Weil ich nicht einfach kampflos das bloggen aufgeben möchte, erstellte ich auch zumindest ein Impressum in meinem Blog… zusammengestellt aus deinem Impressum hier und auch dem bei anderen Bloggern, aber ohne persönliche Angaben und entsprechenden Hinweis dazu!
    Mal sehn ob es genügt und kann dann ja noch immer auf privat stellen oder eben löschen wenn es denn sein muss.
    Liebe Grüße und Danke ☀

    Gefällt 1 Person

    • Nein, nein, nur nicht die Blogs löschen! Wir sollten uns wirklich nicht kirre machen. Sicher muss ich als Blogger auch einige rechtliche Grundlagen einhalten. Jedoch sollten sie verhältnismäßig sein.

      Ein Impressum und eine Erklärung zum Datenschutz sind aber bindend. Und dazu gehören (auch wenn man es nicht so gern möchte) die persönlichen Angaben. Das Impressum/Datenschutzerklärung auf meinem Blog ist noch nicht nach neuer DSGVO aktualisiert.

      Ansonsten sehe ich bei den direkt bei WordPress gehosteten Blogs, WordPress selbst in der Pflicht. Also abwarten.

      LG Katy

      Gefällt 5 Personen

  3. Mich würde interessieren, unter welchen Voraussetzungen ich einen ADV-Vertrag abschließen müsste — was Automattic zurzeit ja nicht anbietet, und auf deren Infoseite kommen einfach keine neuen Informationen. Und auch, ob bei z. B. Kommentarabos oder auch E-Mail-Abo für neue Beiträge ein Opt-In-Verfahren geplant ist. Bisher fühle ich mich von WordPress bzw. Automattic nicht gut informiert.

    Gefällt 1 Person

    • Das stimmt. Irgendwie haben alle das Thema DSGVO weit von sich geschoben, schweigen jetzt und wirbeln (hoffentlich). Zumindest hat Automattic für den 15.05. weiterführende Informationen bzw. geänderte Funktionen angekündigt. Ein ADV-Vertrag ist in Arbeit. Wahrscheinlich gibt es dann die Möglichkeit, ihn einfach zu downloaden. Wir müssen uns noch gedulden. Sollte es weitere Infos geben (auch zum Opt-In), gibt es hier im Blog auch einen Tipp dazu.
      Bis dahin, Katy

      Gefällt 2 Personen

  4. Pingback: DSGVO – Ein Faktencheck | Blogspione

  5. Pingback: DSGVO -Jetzt wird es dringend | Blogspione

  6. Mir ist mir das Heft PC Magazin von „Dezember 2013“ in die Hände gefallen mit Tipps und eine Checkliste für den Datenschutzhinweis für Webseiten. Datenschutzerklärung und Impressum auf Blogs sollten mitlerweile selbstverständlich sein, meine ich.
    Durch das Theater bezüglich der DSGVO ist uns Bloggern jetzt erst der Datenschutz im vollem Umfang präsent geworden.
    Wahrscheinlich lasse ich es für meinen Privat Blog bei wordpress com drauf ankommen.
    Ich werde Verbesserung für wordpress verfolgen.
    Die werden kommen auch aus Eigeninteresse.
    LG von Elke

    Gefällt mir

    • Der Datenschutz an sich ist ja auch eine gute Sache und im Sinne von uns Verbrauchern. Ich denke jedoch auch, dass Blogger, die kommentieren, liken und Gravatar nutzen, sich der Risiken hinsichtlich des Datenschutzes bewußt sind.
      Ein schönes Wochenende
      Katy

      Gefällt 1 Person

  7. Pingback: Die DSGVO und das Blog-Desaster | Blogspione

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