DSGVO – Ein Faktencheck

DSGVO Ein Faktencheck Statue der Justizia mit Waage in der Hand

Kommen wir heute zum 2. Teil unserer Miniserie zur DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung).

In den letzten Tagen habe ich verfolgen müssen, wie etliche Blogger empört oder traurig ihren jahrelang und liebevoll gepflegten Blog abschalten.

Aber, liebe Leute, lasst euch doch von einer Verordnung, die eigentlich etwas Gutes will, nicht erschrecken.

Die Fakten zur DSGVO

Der tiefere Sinn der DSGVO besteht im Schutz personengebundener Daten. Die großen Gewinner sind wir Verbraucher. So werden im § 12 die Unternehmen verpflichtet, Datenschutzgrundsätze in einfachen und verständlicher Sprache zu erklären. Verbraucher sollen einfacher verstehen können, was mit ihren Daten geschieht. Keine hochtrabende Juristerei (was man von der DSGVO jedoch leider nicht behaupten kann).  Dem Bürger stehen weite Auskunfts- und Löschrechte zu.

Abwarten, aber nicht untätig sein

Der 15. Mai 2018 ist für uns ein wichtiger und hoffentlich entscheidender Tag.

Die Bundesregierung hat vor, sich zum besagten Thema öffentlich zu äußern und eventuelle Klauseln zu erläutern. Lockerungen zur DSGVO wird es jedoch nicht geben können, denn die DSGVO ist geltendes EU-Recht.

Ebenso setzen sich an diesem Tag das EU-Parlament und Vertreter der Parlamente der Mitgliedsstaaten zusammen und beraten über den Stand der Umsetzung der DSGVO.

Auch WordPress wird sich am Dienstag zum Thema melden. Das vor allem für all die Blogger, die bei WordPress.com ihren Blog haben. Eine neue Version ist in Vorbereitung und steht dann hoffentlich zur Verfügung, so dass wir selbst noch Zeit haben, einen Blick auf die Änderungen/Anpassungen werfen zu können.

Was ihr zwischenzeitlich schon einmal tun könnt

Die neue DSGVO ist erstmal Pflicht und einzuhalten. Punkt.

Seit einigen Wochen kursieren im Netz ernste wie auch pseudorechtliche Tipps, auf was ein Blogger unbedingt achten sollte. Seid wachsam und fallt nicht auf kostenpflichtige Tutorials und Schulungen herein.

Blogger bei WordPress.org

Für Blogger, die bei WordPress.org ein selbstgehostetes Blog unterhalten, gibt es mittlerweile eine Unmenge an Hilfeseiten, Tipps und neue Plug-Ins.

Für Blogger, die ein kostenlosen WordPress.com – Blog haben

Bei WordPress.com habt ihr keinerlei Zugriff auf Datenspeicherung und -löschung.

Ihr müsst aber nicht euren Blog abschalten oder zu WordPress.org wechseln! Hier heißt es wirklich noch abwarten und auf WordPress zu hoffen.

Vorbereiten könnt ihr die neue Datenschutzerklärung für euren Blog. Ein sehr guter kostenloser Generator dieser Erklärung ist bei https://datenschutz-generator.de/ von Dr.jur. Thomas Schwenke zu finden.

Die Anleitung dazu ist selbsterklärend, relativ einfach und schnell durchzuarbeiten.

Falls ihr bei einigen Fragestellungen unsicher seid und die angezeigten Informationen doch nicht ausreichen: Bestätigt lieber einen Punkt mehr – als ihn am Ende nicht in die Erklärung aufzunehmen.

Achtet darauf, dass der Bestätigungs-Button „Ja“ die Farbe grün annimmt. Kontrolliert noch einmal nach! (Es kam manchmal vor, dass ein bestätigendes „Ja“ bei mir nicht angenommen wurde.)

Am Ende erhaltet ihr eine Datenschutzerklärung, deren html-Code bzw. Text ihr in euer Impressum kopieren könnt.

Achtung: Das Impressum muss von jeder Seite/Unterseite im Blog mit einem Klick aufrufbar sein.

 

Bitte beachten: Die vorliegenden Tipps zur DSGVO resultieren aus eigener Sichtung des Gesetzestextes. Ich bin weder allgemein- noch datenschutzrechtlich ein Profi. Die Tipps zeigen meine eigene Herangehensweise an das Thema. Ich übernehme keine Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit.

Die Miniserie zur DSGVO geht weiter. In der nächsten Woche berichte ich, wie ich den Blogspione-Blog anpasse und DSGVOfit mache.

Rückblick: 1. DSGVO – Hilfe, ich habe keine Ahnung

3. DSGVO – Jetzt wird es dringend
4. DSGVO – Blogspione abschalten oder alles halb so schlimm?

Liebe Mitblogger, alles schon erledigt oder wie bereitet ihr euch vor? Ich freue mich über jeden weiteren Tipp. Noch ist die Kommentarfunktion frei geschaltet.

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17 Gedanken zu „DSGVO – Ein Faktencheck

    • Danke für den Tipp.
      Es lassen aber viele (auch Blogspione) ihren Blog über WordPress.com laufen. Da gibt es keine Anpassungsmöglichkeiten mittels Plugins. So sind wir vollends auf WordPress angewiesen. Ich hoffe, sie machen ihre Aufgabe gut.

      Gefällt 1 Person

      • Ja, leider gibt es kaum Möglichkeiten zum anpassen. Ich knabber ja schon ein wenig an meinen Fingernägeln, dass die nötigen Anpassungen kommen. Meinen Blog möchte ich wirklich nur sehr ungern aufgeben und auf eine kostenpflichtige Version zu wechseln lohnt sich für mich leider gar nicht.

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  1. Danke für einen Beitrag, wo tatsächlich auch mal berücksichtigt wird, dass es Menschen mit Blgos bei wordpress.com gibt ;-). Ich gebe auch die Hoffnung noch nicht auf, dass WordPress (auch für uns) was tut.

    Ich vermute mal, dass vor allem die Statistiktools problematisch sein könnten.
    Ohne die diversen Teilen-Buttons kann ich notfalls leben. Gravatar nicht zu nutzen fände ich schade, aber auch zu verschmerzen. Bleiben noch die Kommentare – da überlege ich, ob nicht doch ein „berechtigtes Interesse“ an der Speicherung der IP-Adressen besteht (im Hinblick auf eventuelle (Straf-)Anzeigen etc.) Nur ist dann die Frage, ob man nicht wieder diese Auftragsdatenverarbeitung bräuchte, über die sich WordPress bislang ausschweigt. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt…
    Aber bis auf das Problem mit der Statistik könnte man vermutlich notfalls alles konform machen, indem man die Datenschutz-Erklärung erstellt und ansonsten alles, was Interaktion mit Nutzern hat, abschaltet, von Kommentaren über Like bis Teilen. Allerdings in meinen Augen keine sonderlich erstrebenswerte Lösung…

    Mit dem Datenschutzerklärungsgenerator habe ich noch das Problem, dass da steht, wie lange die Daten gespeichert werden (und man es ggf. anpassen soll) – nur leider habe ich absolut nicht rausfinden können, wie lange das bei WordPress der Fall ist :-/

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    • Danke für deine ausführlichen Anmerkungen zu diesen doch für viele wichtigen Thema. WordPress hat ein umfangreiches Update für uns wordpress.com – Nutzer angekündigt. So weit ich erkennen konnte, gibt es umfangreiche Werkzeuge zum Löschen von personengebundenen Daten. Im allgemeinen sollte man IP-Adressen im 14tägigen Rhythmus löschen.

      Gravatare waren schon vor der neuen DSGVO ein datenschutzrechtliches Problem. Ich schaue mir das zum Wochenende nochmal genau an, was WordPress dort für Lösungen anbietet.

      Ein Vertrag zur sogenannten Auftragsdatenverarbeitung ist bei WordPress auch in Vorbereitung und könnte dann wohl heruntergeladen werden.

      Ich schreib dann aber nochmal was genaueres im nächsten Blogbeitrag. Bis dahin. Katy

      Gefällt 2 Personen

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  3. Pingback: Noch mehr Infos zur DSGVO bei den Coolen Blogbeiträgen

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